Der Tropfen...
„Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“ (Arthur Schopenhauer)
Das Fleckchen Land, was wir hier auf dem Hof haben, ist umgeben von Monokultur und Landwirtschaft, die maximal intensiv geführt wird. Massentierhaltung umgibt uns. Insekten finden kaum noch Nahrung, ihre Besuche werden seltener. Außer Mais und Weizen gibt es nicht viel auf den Feldern...
Bei uns auf dem Hof versuchen wir daher eine kleine Insel, eine Oase für all die zu gründen, die verdursten und nur noch Wüste sehen.
Wir haben in den letzten Jahren damit begonnen, vor allem weil wir stolze Vermieter von Schleiereulen sind, die ihren Schlafplatz bei uns in der alten Scheune haben. Seit 2022 haben wir sogar auch einen Steinkauz, der immer wieder vorbei schaut.
Unser Ziel ist es primär, möglichst viele Pflanzen bei uns anzusiedeln, die mehrfach nützlich sind: Sie sollen vor allem den Insekten als Nahrungsquelle dienen, aber auch den Vögeln im Herbst / Winter einen Snack bereithalten. (Wir füttern aber ganzjährig verschiedene Körner unseren Vögeln, da sie kaum noch Nahrung auf den Feldern finden...).
Ebenso wollen wir unser Gelände recht naturnah gestalten. An der Südseite der Scheune haben wir zahlreiche Wildbienen, die dort ihre festen Plätze haben. Wir lassen Brennnesseln stehen und Totholz liegen. Seit 2022 haben wir auch eine Totholzhecke, die den neuen Nutzgarten umgibt, der im Sinne der Permakultur gestaltet werden soll. Hier geht es vor allem auch darum, dass wir das nutzen, was bereits da ist und mithilfe der Natur unser Gemüse anbauen können - das ganze Jahr über...
Auf unserem Obstbaum Stück stehen zwei ganz alte Birnbäume und einige andere Obstsorten, die im Frühjahr den Insekten erste Energie liefern, uns dann später mit Früchten versorgen und im Herbst mit dem Fallobst Igel und Co auf den Winter vorbereiten.
Es gibt noch sehr viel zu tun und wir müssen noch vieles pflanzen und uns ausprobieren. Aber wir glauben fest daran, dass dieser Ort hier anders werden wird als das, was uns aktuell umgibt. Kahle Ackerflächen und gigantische Maisfelder.
Einige Bilder haben wir hier zusammengestellt: